» Aktuelles » Artikel

06. Juli 2026, 00:32 Uhr: Rückblick Girls 14-2
Großer Teamgeist trotz bitterem Turnierende
Unsere Girls 14-2 erlebten beim Partille World Cup eine spannende und ereignisreiche Turnierwoche mit vielen internationalen Begegnungen. Die Mannschaft war dabei etwas ganz Besonderes innerhalb unserer Reisegruppe: Sie war das einzige reine Team des SV Cappeln und hatte sich die Teilnahme mit einer überragenden Saison verdient. In der vergangenen Spielzeit sicherten sich die Mädchen ungeschlagen die Meisterschaft in der Regionsliga – und durften sich nun mit Mannschaften aus ganz Europa messen.

Zum Auftakt musste sich unsere Mannschaft dem schwedischen Vertreter Skuru IK 3 knapp mit 18:20 geschlagen geben. Mit etwas mehr Glück wäre in dieser Partie durchaus ein Punktgewinn oder sogar ein Sieg möglich gewesen. Eine besondere Herausforderung war dabei das in Schweden übliche Tempospiel: Neben jedem Tor lagen mehrere Ersatzbälle bereit, die von den Mannschaften sofort wieder ins Spiel gebracht wurden. An dieses schnelle Umschalten mussten sich unsere Spielerinnen zunächst gewöhnen und wurden dadurch einige Male überrascht. Im weiteren Turnierverlauf stellte sich das Team jedoch hervorragend darauf ein und nutzte dieses Mittel schließlich selbst konsequent für schnelle Gegenstöße.

Am Mittwoch wartete mit Aalborg KFUM 1 aus Dänemark eine echte Spitzenmannschaft. Gegen die Akademiespielerinnen mussten sich unsere Girls zwar mit 3:17 geschlagen geben, doch im Nachhinein zeigte sich die enorme Qualität des Gegners: Aalborg gewann später die A-Play-offs und sicherte sich damit den Turniersieg.

Mehr zum Team auf der [Teamseite].

Umso größer war die Freude wenige Stunden später über den ersten Turniererfolg. Gegen BK Ydun aus Dänemark gelang ein verdienter 14:10-Sieg. Dass dieser Erfolg besonders hoch einzuschätzen ist, zeigte sich ebenfalls erst später im Turnier, denn BK Ydun gewann anschließend die C-Play-offs.

Am Donnerstag zeigte die Mannschaft erneut großen Einsatz. Nach einer knappen 10:13-Niederlage gegen Skövde HF 1 aus Schweden folgte mit dem 18:12 gegen den norwegischen Vertreter Baekkelaget SK der zweite Sieg der Vorrunde. Überschattet wurde die Freude jedoch von der schweren Verletzung von Laura (Foto oben), die sich am Knöchel verletzte und zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus gebracht werden musste. Glücklicherweise gab es inzwischen Entwarnung: Ein Bruch konnte ausgeschlossen werden und Laura geht es den Umständen entsprechend bereits wieder deutlich besser.

Mit zwei Siegen qualifizierten sich unsere Girls für die B-Play-offs. Dort wartete in der ersten Runde NGSC Egypt aus Giza im Großraum Kairo. Rückblickend war dies eine Partie, die eigentlich nicht hätte verloren werden dürfen. Natürlich fehlte die verletzte Laura der Mannschaft spürbar. Hinzu kamen die ungewohnt frühe Anwurfzeit um 8:00 Uhr sowie anhaltender Dauerregen, die für zusätzliche Verunsicherung sorgten. Dennoch führte unser Team nach einem Treffer von Charlotte kurz vor Schluss bereits mit 13:9. Was dann folgte, war kaum zu glauben: Die Ägypterinnen erzielten die letzten fünf Treffer der Partie und drehten das Spiel noch zum 13:14. Diese bittere Niederlage bedeutete gleichzeitig das Aus im Turnier und sorgte für einen äußerst frustrierenden Schlusspunkt einer ansonsten lehrreichen Woche.

Doch der Partille World Cup bestand nicht nur aus Handball. Auch abseits des Spielfeldes verbrachte die Mannschaft eine großartige gemeinsame Zeit. Ausflüge zum Shoppen in die Göteborger Innenstadt, gemeinsame Pizza- oder Burgerabende und viele lustige Stunden sorgten dafür, dass die Mannschaft noch enger zusammenwuchs. Ein besonderes Highlight war außerdem der gemeinsame Besuch des Finales der U16 European Open im Scandinavium. Handball auf höchstem internationalen Jugendniveau live zu erleben, war für viele Spielerinnen ein unvergesslicher Moment.

Betreut wurde die Mannschaft von den beiden Müttern Andrea und Miriam sowie von Janina. Gerade Janina verdient ein besonderes Dankeschön. Eigentlich hatte sie vor der Reise weder mit dem TV Cloppenburg noch mit dem SV Cappeln Berührungspunkte. Als Cousine einer Spielerin hatte sie einfach Lust, die Fahrt zu begleiten. Bis auf ihre Cousine kannte sie zuvor niemanden aus unserer Reisegruppe. Janina spielt selbst Handball beim TSV Morsum im Landkreis Verden und war mit ihrer offenen und herzlichen Art eine absolute Bereicherung – nicht nur für die Girls 14-2, sondern für die gesamte Reisegruppe. Schön, dass du dabei warst!

Eine ungewohnte Situation ergab sich für die beiden Trainer Mark und Christian. Anders als die Mannschaft durften sie nicht in der Schule übernachten und waren auf dem Campingplatz untergebracht. Dadurch war die Mannschaft außerhalb der Spiele räumlich getrennt. Gerade in einem Turnier, bei dem Gemeinschaft und das Miteinander eine große Rolle spielen, war diese Situation für alle Beteiligten manchmal unbefriedigend und sicherlich einer der wenigen kleinen Wermutstropfen der Woche. Für Christian kam noch eine weitere Aufgabe hinzu: Da Trainerin Elena verletzungsbedingt kurzfristig ausfiel, sprang er – wie bereits berichtet – zusätzlich als Coach bei den Girls 13 ein und betreute somit gleich zwei Mannschaften während des Turniers.

Fazit der Betreuerin Andrea: „Die Woche in Göteborg war ein unvergessliches Erlebnis. Mit einem großartigen Team waren wir unterwegs, und die Kinder hatten jede Menge Spaß – besonders in der Bahn, wo sie gemeinsam gesungen und für gute Stimmung gesorgt haben. Wir Betreuer durften dabei erleben, wie außergewöhnlich der Teamzusammenhalt innerhalb unserer Mannschaft war. Diese gemeinsame Zeit wird uns allen noch lange in Erinnerung bleiben.“

Trotz des unglücklichen Endes überwiegen die positiven Eindrücke deutlich. Zwei internationale Siege, viele enge Spiele, Begegnungen mit späteren Turniersiegern und jede Menge Erfahrungen auf höchstem Jugendhandball-Niveau haben unsere Girls 14-2 sportlich und menschlich ein großes Stück weitergebracht. Die Mannschaft hat unsere Reisegruppe hervorragend vertreten und kann mit Stolz auf ihre Leistungen beim Partille World Cup zurückblicken.

Zum Schluss wünschen wir Laura weiterhin eine schnelle und vollständige Genesung. Gute Besserung, Laura – damit du bald wieder fit bist!