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08. Juli 2026, 10:12 Uhr: Rückblick Girls 18
Ergebnisse vergehen - Erinnerungen bleiben
Für unsere Girls 18 stand beim Partille World Cup vor allem das Sammeln internationaler Erfahrungen im Vordergrund. Denn die Ausgangslage war von Beginn an alles andere als einfach: Da es beim Partille World Cup keine Konkurrenz für den Jahrgang Girls 17 gibt, musste die Mannschaft von Olaf Ammerich in der Altersklasse Girls 18 antreten. Bis auf wenige Ausnahmen hätte unser Team altersmäßig selbst noch in der Kategorie Girls 16 spielen können. Damit stellte Unsere Reisegruppe eines der jüngsten Teams im gesamten Teilnehmerfeld. Insgesamt gingen in der Girls-18-Klasse 48 Mannschaften aus sieben Nationen an den Start.

Die Turnierteilnahme dieses Teams wurde zusätzlich von einer Verletzung überschattet. Bereits im ersten Spiel gegen NKIK Norrköping knickte Rückraumspielerin Gesa um und konnte das Turnier anschließend nicht mehr fortsetzen. Besonders bitter: Bis zu ihrem verletzungsbedingten Ausscheiden hatte sie bereits vier der später insgesamt acht Treffer ihres Teams erzielt und damit eindrucksvoll ihre Torgefahr unter Beweis gestellt. Gute Besserung, Gesa!

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Sportlich warteten mit NKIK Norrköping (8:16), Lugi HF 3 (5:24), Nit-Hak/Frogner (4:12), Torslanda HK 1 (4:18) und Handball Nordwest 2 (12:27) ausschließlich starke Gegner auf unsere Mädels. Dennoch ließ sich das Team nie entmutigen.

„Trotz aller Herausforderungen haben sich die Spielerinnen nie die Freude am Handball und am Turnier nehmen lassen. Sie haben als Team zusammengehalten, sich gegenseitig unterstützt und jeden gemeinsamen Moment genossen“, fassen die beiden Betreuerinnen Kerstin und Alex die Turnierwoche treffend zusammen.

Am Donnerstag stand das letzte Gruppenspiel gegen Handball Nordwest 2 aus der Schweiz auf dem Programm. Gespielt wurde bei strömendem Regen – doch gerade diese äußeren Bedingungen machten die Partie zu einem der absoluten Highlights unserer Tour. Zur Motivation hatte sich das Team eine besondere Aktion überlegt: Die Spielpositionen wurden kurzerhand ausgelost. So lief Torhüterin Janne im Feld auf, während Carla und Jule sich die Einsatzzeit im Tor teilten.

Aus der zunächst witzig gemeinten Idee entwickelte sich eine ganz besondere Eigendynamik. Jede gelungene Aktion wurde von der Mannschaft lautstark und euphorisch gefeiert. Für den emotionalen Höhepunkt sorgte ausgerechnet Janne, die als Feldspielerin gleich vier Treffer erzielte und sich dafür den Jubel ihrer Mitspielerinnen verdiente.

Von der Begeisterung ließen sich schließlich auch die Spielerinnen aus der Schweiz anstecken. Beide Teams applaudierten sich gegenseitig für gelungene Aktionen und feierten sich nach dem Schlusspfiff gemeinsam. Das Endergebnis geriet dabei völlig in den Hintergrund.

Auch die Betreuerinnen waren von diesem besonderen Moment begeistert: „Mit einer ausgelosten Aufstellung und strömendem Regen wurde dieses Spiel zu einem unvergesslichen Erlebnis. Statt sich über die äußeren Umstände zu ärgern, hatten beide Teams einfach Spaß am Spiel. Nach dem Abpfiff wurde gemeinsam gelacht, jeder Treffer gefeiert und am Ende sogar der Sieg der Schweizer gemeinsam gewürdigt.“

Wie besonders dieses Spiel war, zeigte auch eine Nachricht aus der Heimat, die nach der Partie in der Elterngruppe einging:

„Hey zusammen, ich habe gerade das Spiel der Mädels gegen das Team aus der Schweiz im Stream mitverfolgt … wow, war das ein toller Teamgeist! Jede gute Aktion einzelner Spielerinnen wurde überragend beklatscht und es wurde sowohl von der Seite als auch auf dem Feld tüchtig angefeuert! Das war so schön anzugucken! Echt tolle Mädels!“

Aus dieser besonderen Begegnung entstand sogar mehr als nur ein gemeinsames Spiel. Gemeinsam mit den Schweizerinnen besuchte das Team anschließend das U16-Finale im Scandinavium – ein weiterer Höhepunkt der Turnierwoche und ein schönes Beispiel dafür, wie schnell beim Partille Cup internationale Freundschaften entstehen können.

Im B-Play-off wartete schließlich mit KFUM Kalmar erneut ein schwedisches Team. Gegen den späteren Gegner war beim 5:33 zwar nichts zu holen, dennoch verabschiedete sich die Mannschaft mit großem Teamgeist aus dem Turnier.

Zum Abschluss ziehen Alex, Kerstin und Olaf ein Fazit, das die Woche perfekt zusammenfasst: „Wir sind stolz auf unsere Mannschaft. Nicht wegen der Ergebnisse, sondern wegen ihrer Einstellung, ihres Teamgeists und ihrer Fähigkeit, auch in schwierigen Situationen den Spaß am Sport und den Respekt gegenüber den Gegnern in den Mittelpunkt zu stellen. Genau diese Erfahrungen machen den Partille Cup zu etwas Besonderem und werden die Spielerinnen noch lange begleiten.“